„Flechten“, Debütroman von Barbara Schibli, Dörlemann Verlag, 2017

Ausgezeichnet mit dem Studer/Ganz-Preis

Ausgezeichnet mit dem GEDOK-Literaturförderpreis

Übersetzungsempfehlung von Pro Helvetia: „Flechten“ in 12 SWISS BOOKS

Interview im Newsletter der Schweizerischen Vereinigung der Freunde Finnlands SVFF

 

«Ein schmaler Roman, der den Blick auf die Welt weit öffnet.» Wiener Zeitung, Jeannette Villachica

«Barbara Schibli entwirft in ihrem ersten Roman eine eigenwillige Variante der Identitätssuche. Es gelingt ihr damit die kunstvolle Darstellung einer Selbstbefreiung.»
Neue Züricher Zeitung, Beatrice Eichmann-Leutenegger

«Barbara Schiblis Roman verflicht wort-akribisch und poetisch Annas Suche nach sich selbst mit  zeitgemäßen  Phänomenen wie Dentalhygiene, Feinstaub und urbaner Anonymität.» Radio Dreyeckland, Birgit Huber

«Die besondere Kunst dieses Buchs besteht darin, nicht zu urteilen, die Türen offen stehen zu lassen, den Blick tief in die Nähe zu versenken, – wie es sich für eine Flechtenforscherin gehört – und die Ferne im Blick auf eine nahe Oberfläche zu suchen, bis diese sich öffnet. »
Laudatio GEDOK-Förderpreis, Friederike Kretzen

Inhalt:
Anna ist aus Graubünden nach Zürich gezogen, um Biologie zu studieren. Nun arbeitet sie in der Flechtenforschung. Leta, Annas eineiige Zwillingsschwester, widmet sich der Fotografie. Als Anna nach Treviso zur Eröffnung von Letas Fotoinstallation «Observing the Self» fährt, fühlt sie sich von ihr verraten. Denn Leta hat in den Fotos von Anna das einzige Zeichen wegretuschiert, das die beiden unterscheidet. Ein Roman über die Suche nach Identität, packend erzählt und geschickt konstruiert. (www.literatur.ch)

WER BIN ICH, WENN ES ZWEI VON MIR GIBT? Anna, äusserlich ununterscheidbar von ihrer eineiigen Zwillingsschwester Leta, stellt sich die Frage nach ihrer eigenen Identität seit jeher. Nach ihrer gemeinsamen Kindheit im bündnerischen Bever haben die Schwestern räumliche Distanz zwischen sich gebracht, gehen sehr unterschiedlichen Berufen nach und halten keinen engen Kontakt zueinander. Beide jedoch betrachten sie die Welt durch eine scharfe Linse – die des Mikroskops und jene der Kamera – in einem fast obsessiven Drang des Beobachtens, Forschens und Sammelns.
Anna sammelt Flechten, Beispiele für perfekt symbiotische Lebensgemeinschaften in der Natur, Leta ihrerseits sammelt Fotos – von Anna. BARBARA SCHIBLI porträtiert eine Frau auf der Suche nach ihrem Platz im sozialen Geflecht ihrer Umwelt und schildert feinfühlig die Bewegungen von Anziehung und Abstossung, Aneignung und Distanzierung zwischen zwei Schwestern, die ohne einander nicht können und deshalb einen Weg des Mit- und Nebeneinanders finden müssen. (www.philosophe.ch)

___

Der Kanton Zürich und der Kanton Aargau unterstützten die Arbeit an „Flechten“ mit je einem Werkbeitrag.

___

Artikel in der AZ, 4. August 2017: Die Flechten durchwuchsen ihr Denken – unterwegs mit der Autorin Barbara Schibli (Annina Hasler)

Eine Weiterbildung an der Universität Zürich thematisiert „Flechten“: „Buchjahr 2019- Literarische Neuerscheinungen im Gespräch“

7 Interviewfragen an Barbara Schibli zu „Flechten“:
Entre nous  (Neue Telegramme)

„Flechten“ auf dem Literaturportal Bayern

Eintrag auf der SRF-Seite „Ansichten“: http://ansichten.srf.ch/autoren/barbara-schibli

Preisverleihung 8. sonOhr-Festival Bern, 25.2.2018:  «Marderschreck» von Barbara Schibli, Regie: Andreas von Stosch
Jury-Preis «Fiction»  Stiftung für Radio und Kultur Schweiz SRKS
«Wie vertreibt man Marder, die Autos anknabbern? Mit hochfrequenten Tönen. Wie vertreibt man Teenager, die im Einkaufszentrum abhängen? Mit hochfrequenten Tönen! Effiziente Abschreckung – oder wie es in der Schweiz gerne heisst: Verbrämung – ist eine traurige Realität. Auch in Bezug auf Flüchtlinge. Das Hörspiel bringt diese Realität in nur 6 Minuten auf den Punkt, intelligent, ironisch und höchst kunstvoll komponiert. Ein reicher, aufs Nötigste reduzierter Text wird als durchrhythmisierte Sprach- und Musik-Performance zum Klingen gebracht – fast tanzend leicht und dennoch knallhart in der gruseligen Konsequenz.»
(Juror Reto Ott)

Das Kurzhörspiel „Marderschreck“ kann jetzt auf der wunderbaren sonOthek gehört werden: Marderschreck